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Ami

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Amis Stimme ist etwas Besonderes. Weil sie so vieles gleichzeitig ist: sie klingt rau und sanft, stark und zerbrechlich. Ungeschult – und doch perfekt.

Ami Warning ist jetzt Anfang 20. Wenn man ihr begegnet, sieht man zunächst ein junges Mädchen, das gerade die Welt entdeckt, eine frische Erwachsene, voller Ideen und voller Erwartung ob ihrer Möglichkeiten. Hört man dann ihre Songs, spürt man eine kraftvolle Tiefe, die manch einer sein ganzes Leben lang nicht erreicht. Ami schreibt über ihre Gefühle; ihre Inspiration entsteht aus ihren Erlebnissen, aus Momentaufnahmen und Gedankenblitzen. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich ist die Art der Performance. Man erlebt eine junge Frau, die sich mitteilt, weil sie es muss. Weil die Worte aus ihr herauskommen müssen, die gedachten Dinge formuliert werden wollen. Diese Dringlichkeit spürt man: Amis Musik hat keinen Moment lang etwas Unverbindliches. Man kann sich nicht entziehen.

 

Ami funktioniert nicht nach einem Konzept, sondern aus dem Bauch heraus. Ihre Lieder, die Texte und die Melodien, finden sie und folgen dabei keinem Schema. Ein Genre? Nicht nötig. Die Besetzung ihrer kleinen Band – Gitarre, Bass, Schlagzeug, manchmal ein Saxophon – zwingt sie nicht, sich festzunageln. Ami klingt genau so, wie sie klingen soll: wie sie selbst.

Nach der Veröffentlichung ihres ersten Albums „Part of me“ 2014 wurde Ami von den Feuilletons als eine der vielversprechendsten Newcomerinnen Deutschlands gehandelt. Nicht nur das Publikum ist dabei auf sie aufmerksam geworden: AMI hat Interesse und Herzen vieler Mitmusiker gewonnen. Ergebnis war zum Beispiel eine Kooperation mit der deutschen Exportsensation Milky Chance, viele Supportgigs u.a. für Philipp Dittberner. AMI ist in den vergangenen zwei Jahren gereift – als Künstlerin und Songwriterin. Das hört man an den Songs, die sie für ihr zweites Album geschrieben hat. Sie ist sich ihrer Wurzeln bewusster denn je – und gleichzeitig bereit, ihren eigenen musikalischen Weg zu gehen.

Jetzt kommt „Seasons“. Das neue Album klingt anders. Reifer, aber auch gelöster. Man erkennt AMI in jedem Song, gleichzeitig spürt man, dass sie an einem anderen Punkt ihres Lebens angekommen ist. „Part of me“ – das erste Album – war eine Sammlung der ersten Lieder, die Ami geschrieben hat, mit 16,17. Ein Bilderbuch des Erwachsenwerdens. „Seasons“ ist jetzt. Das Leben, seine Facetten, seine Höhen und Tiefen.

Amis neue Songs sind oft intensiv tanzbar, mit hypnotischen Beats, sie kreisen und steigern sich. Man kann nicht stillhalten, wenn die Beats unter Amis dunkler Stimme beginnen, zu rollen. Gegenüber stehen soulige Balladen und entspannte Stücke mit leichter Reggae-Lässigkeit. „Seasons“ ist rund, es zeigt die Gefühle, die jeder kennt. Ami singt aus dem Herzen, mehr denn je.